Hohe Dividendenrendite – niedriges KGV – niedriges KBV

3. Juli 2008 die Börsenfrau

Die aktuelle Marktsituation lässt so manches Value-Herz höher schlagen. Zwar kann man zu allen Zeiten unterbewertete Aktien finden, aber aktuell bietet Mr. Market doch vermehrt Chancen.

Eine Jahresrendite höher als die Rendite einer Staatsanleihe

Nimmt man bei der Suche den richtigen Filter, lässt sich das Abwärtsrisiko einer Aktie im rückläufigen Markt reduzieren. Und dennoch kann man eine Jahresrendite erzielen, die die Rendite einer Staatsanleihe schlägt.

Die drei Zauberkriterien

Die drei Zauberkriterien sind: hohe Dividendenrendite – niedriges KGV – niedriges KBV. Den Trinity-Studien zufolge schlugen Aktien aus dem S&P 500 gefiltert mit diesen drei Kriterien den S&P 500 von 1980 bis 1994 um 6,8% jährlich.

Ein Filter aus den drei Zauberkriterien

Suchen Sie also mit den Zauberkriterien nach Aktien und bauen Sie sich einen Filter. Sie können die Anforderungen des Filters abschwächen, also mit einer leicht höheren KGV-Zahl und/oder KBV-Zahl filtern. Dann stehen mehr Aktien zur Auswahl.

Dividendenrendite mindestens  5%

Die Dividendenrendite errechnet sich aus der Dividende je Aktie und dem Aktienkurs:

Dividendenrendite% = (Dividende pro Aktie / Aktienkurs) * 100

Als Filter setzen Sie eine Dividendenrendite gleich oder höher als 5% ein.

KGV kleiner 7

Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) errechnet sich aus dem Aktienkurs und dem Gewinn je Aktie:

KGV = Aktienkurs / Gewinn je Aktie 

Als Filter setzen Sie ein KGV von kleiner 7 ein.

KBV kleiner 1.2

Das KBV (Kurs-Buch-Verhältnis) errechnet sich aus dem Aktienkurs und dem Buchwert je Aktie:

KBV = Aktienkurs / Buchwert je Aktie

Als Filter setzen Sie ein KBV von weniger als 1.2 ein.

Wichtig: nachhaltiges Gewinnwachstum

Damit man sich aber keine Looser einhandelt, sollte man auf eine nachhaltige Gewinnentwicklung des Unternehmens Wert legen. Schließlich könnte eine anscheinende „Unterbewertung“ auch darauf hinweisen, dass der Markt mit seiner Bewertung Recht hat.

Gewinnwachstum mindestens 10%

Sehen Sie sich also auch das vergangene Gewinnwachstum an. Achten Sie darauf, dass das  Gewinnwachstum der letzten fünf Jahr mindestens einen Durchschnittswert von 10% aufweist.

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Bis zu 96,5% mehr für Rio Tintos Eisenerz

24. Juni 2008 die Börsenfrau

Der chinesische Stahlproduzent Baosteel zahlt an Rio Tinto für Eisenerz dieses Jahr bis zu 96,5% mehr. Das ist wohl der höchste jährliche Preisanstieg, den es bisher gegeben hat. Er übertrifft sogar die 71,5% aus dem Boomjahr 2005. Die neuen Preise gelten für alle langfristigen Hamersley-Kontrakte in 2008-09.

Bewertungsaufschlag für Pilbara-Eisenerz 

Sam Walsh, Chef der Rio Tinto-Eisenerzgruppe, sieht den Bewertungsaufschlag für Eisenerz aus Pilbara als gerechtfertigt an. Für 2008 rechnet er in Pilbara mit einer Förderkapazität von rund 200 Mio Tonnen. Ziel ist ein Output von jährlich 320 und 420 Mio Tonnen.

Siehe Pressemeldung

Wettbewerber Vale verdient bis zu 71% mehr

Während der brasilianische Wettbewerber Vale Anfang Jahr bei Preisverhandlungen nur eine Erhöhung zwischen 65 und 71% herausschlagen konnte, machten die Australier die Nachbarschaft zu China geltend und kalkulierten die geringeren Transportkosten mit ein.

Stürmisches Wachstum in China, Indien und im Nahen Osten

Alle Zeichen deuten auf weiterhin stürmisches Wachstum in China, Indien und dem Nahen Osten. So verweist auch BHP Billitons Konzernchef Marius Kloppers auf  die starke Nachfrage aus dem Stahlsektor: „Die  Stahlproduzenten erleben nie dagewesene Zeiten. Ihre Margen explodieren völlig.“

Die Preisverhandlungen von BHP Billiton stehen noch aus.

Zum Thema hier noch eine Präsentation von BHP Billiton. 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Die im Beitrag erwähnten Aktien BHP Billiton und Rio Tinto werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

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Look-Through Earnings: Warren Buffetts Rechnungslegung

10. Juni 2008 die Börsenfrau

Warren Buffetts Standpunkt zur Rechnungslegung ist anders. So errechnet er den jährlichen Gewinnausweis in seinem Aktienportfolio der Berkshire Hathaway Holding ganz im Einklang mit seiner unternehmerischen Sichtweise.

Der Wert der einbehaltenen Gewinne und die Bardividende

Die einbehaltenen Gewinne und die Bardividende bilden die Basis für die Berechnung.  Denn: als Anteilseigner am Unternehmen gehören dem Anleger so viel am Nettogewinn des Unternehmens, wie er Aktien hält. Ein geringer Teil aus dem Gewinn fließt ihm dabei in Form einer Dividende zu, der weitaus größere Teil bleibt im Unternehmen und wird reinvestiert.

Warren Buffett: „Welchen Wert einbehaltene Gewinn für Berkshire Hathaway haben, hängt nicht davon ab, ob wir 100, 50, 20 oder 1% des Unternehmens besitzen, in dem sie erwirtschaftet werden. Der Wert dieser einbehaltenen Gewinne wird vielmehr dadurch bestimmt, wofür sie verwendet werden, und von dem Gewinn, der daraus entsteht.“

Look-Through Earnings – der wirtschaftlich konsolidierte Gewinn

Anleger, die ihr Aktienportfolio als eine Holding von Unternehmen(santeilen) begreifen, können wie Warren Buffett den wirtschaftlichen Gewinn konsolidieren und das jährliche Wachstum anhand der Look-Through Earnings (LTE) messen.

Die Berechnung der Look-Through Earnings

Die Berechnung der Look-Through Earnings ist ganz einfach. Nehmen wir an, wir hätten jeweils 100 Aktien von zwei Unternehmen im Depot: Nestlé und Interroll.

Gewinn Nestlé

Nestlé hat 2007 einen Gewinn pro Aktie von 27,80 SFr berichtet, davon 16,30 SFr einbehalten zur Reinvestierung und eine Dividende je Aktie von 11,50 SFr ausgeschüttet.

Für 2008 schätzen wir, dass Nestlé einen Gewinn pro Aktie von 30,40 SFr erzielt.

Gewinn Interroll

Interroll hat 2007 einen Gewinn pro Aktie von 43,10 SFr. berichtet, davon 33,10 SFr einbehalten und 10,00 SFr als Nennwertreduzierung ausgeschüttet.

Bei Interroll schätzen wir für 2008 einen Gewinn pro Aktie von 47,40 SFr.

LTE unserer Unternehmen

LTE Nestlé 2007 = 2780 SFr (100 x 27,80)
LTE Interroll 2007 = 4310 SFr (100 x 43,10 SFr)

Unsere Look-Through Earnings aus dem Nestlé-Unternehmen belaufen sich 2007 also auf 2780 SFr vor Steuer.

Die Look-Through Earnings aus unseren Interrollanteilen belaufen sich 2007 auf 4310 SFr vor Steuer.

Unser konsolidierter Look-Through-Gewinn 2007 und Ausblick 2008

Insgesamt haben wir 2007 in unserer Holding einen konsolidierten Look-Through-Gewinn von 7090 SFr vor Steuer erzielt.

Welchen Look-Through-Gewinn vor Steuer erwarten wir für 2008? Für Nestlé schätzen wir einen Look-Through-Gewinn von 3040 SFr (100 x 30,40) vor Steuer, für Interroll einen Look-Through-Gewinn von 4740 SFr (100 x 47,40) vor Steuer.

2008 rechnen wir also mit einem konsolidierten Look-Through-Gewinn von 7780 SFr vor Steuer. Das entspricht einem Wachstum von rund 10%.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Die im Beitrag erwähnten Aktien werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

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Warren Buffett vs Moderne Portfoliotheorie (Teil II)

6. Juni 2008 die Börsenfrau

Warren Buffetts Ansichten zum Risiko beim Kauf einer Aktie, zur Diversifizierung eines Investmentportfolios und zur Markteffizienz stehen im Gegensatz zur Modernen Portfoliotheorie. Lesen Sie dazu in Teil I über Risiko und Volatilität als Chance. In Teil II werfen wir einen Blick auf seinen Standpunkt zum Fokus-Investing, also einem konzentrierten Investmentportfolio.
 
Diversifizierung nach der Modernen Portfoliotheorie

Die Moderne Portfoliotheorie geht davon aus, dass man das Risiko im Portfolio minimieren kann, wenn man in Aktien möglichst vieler unterschiedlicher Unternehmen investiert. Auf Grund von Wahrscheinlichkeiten werden sich in einem breit gestreuten Portfolio die Kursschwankungen einzelner Aktien ausgleichen.

Diversifizierung als Schutz vor Unwissenheit

Dazu meint Warren Buffett: „Diversifizierung dient als Schutz vor Unwissenheit“. Denn: bis zu einem gewissen Grad schützt ein breit gestreutes Portfolio Anleger mit begrenztem Wissen. Dieser Schutz hat aber auch seinen Preis in der Mittelmäßigkeit. Und so Warren Buffett: „Die Moderne Portfoliotheorie lehrt einen, mittelmäßig zu sein. Meiner Meinung nach versteht sich jedoch schon fast jeder Fünftklässler aufs Mittelmaß.“

Fokus-Investing – das konzentrierte Portfolio

In einem konzentrierten Portfolio dagegen hält ein Anleger nur wenige Werte. Diese Werte werden sorgfältig ausgewählt und bewertet. Auf Grund der Konzentration unterliegt ein solches Portfolio naturgemäß höheren Schwankungen.

Worin liegt nun aber der Erfolg eines konzentrierten Portfolios und für wen eignet sich ein solch konzentriertes Portfolio?

Der Erfolg hängt vom Verständnis ab

Der Erfolg eines konzentrierten Portfolios hängt vor allem davon ab, wie fähig der Anleger ist, den Wert des Geschäftes zu identifizieren, das Geschäft einzuschätzen und das Unternehmen zu bewerten. Das tiefe Verständnis, das sich ein Anleger über ein Unternehmen erarbeitet hat und die Kenntnis vom Wert des Unternehmens ermöglichen ihm eine kalkulierbare Einschätzung des Risikos.

Der Erfolg hängt von der emotionalen Stärke ab

Weiter muss der Anleger emotional fähig sein, höhere Schwankungen im Portfolio zu akzeptieren. Er muss Volatilität als Chance begreifen. Nicht das Sentiment des Marktes, also Mr. Markets Launen, veranlassen ihn zu handeln, sondern die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Die Herausforderung

Die Herausforderung für einen Fokus-Investor besteht darin, dass er erkennt, wann er kaufen und wann er verkaufen muss.

Bekannte Fokus-Investoren

Unter den Vertretern eines konzentrierten Portfolios finden sich Superinvestoren, wie Phil Fisher, Warren Buffett, Charlie Munger, Lou Simpson, Seth Klarman, Bill Ruane, Eddie Lampert, Joel Greenblatt, Bruce Berkowitz. Sehr stark konzentriert Joel Greenblatt. Bei ihm können 5 bis 8 Werte allein 80% seines Portfolios ausmachen.

Charlie Munger, der extremste Fokus-Investor

Doch Charlie Munger ist derjenige, der Fokus-Investing wohl am deutlichsten betreibt. Sein Portfolio kann durchaus nur drei Werte umfassen. In der Rede Warren Buffetts „Die Superinvestoren von Graham-und-Doddsville“ können Sie seine jährlichen Ergebnisse von 1962 bis 1975 unter Tab. 5 nachlesen.

Warren Buffett: „Ich traf ihn [Anm. Die Börsenfrau: Charlie Munger] zufällig um 1960 und meinte ihm gegenüber, dass die Juristerei als Hobby gut wäre, aber es gäbe etwas Besseres für ihn. So gründete er eine Beteiligungsgesellschaft, die völlig anders als Walters war. Sein Portfolio konzentrierte sich auf wenige Wertpapiere. Und so waren seine Ergebnisse auch unbeständiger. Doch er war bereit, ausgeprägte Hochs und Tiefs in der Performance zu akzeptieren. Er war jemand, dessen gesamter Charakter nach Konzentration verlangte, so wie die aufgezeigten Ergebnisse.“


 

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Warren Buffett zu Besuch in Lausanne

17. Mai 2008 die Börsenfrau

Anlässlich der Feierlichkeiten „20 Jahre IMD Family Business research and education“ besucht Warren Buffett am 20. Mai die Kaderschmiede IMD (International Institute for Management Development) in Lausanne.

Er kommt zusammen mit und auf Einladung von Eitan Wertheimer, dem Vorsitzenden von Iscar. Iscar ist die erste große ausländische Beteiligung der Berkshire Hathaway Holding und die drittgrößte Beteiligung in Berkshires Geschichte überhaupt. Die Holding hält einen Anteil von 80% an Iscar.

Mediengespräche mit Warren Buffett in Lausanne und Frankfurt

- am 19. Mai im Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt, Deutschland, von 14:30 bis 15:30 und
- am 20. Mai im Moller Auditorium des IMD in Lausanne, Schweiz, 14:45 bis15:40.

Mediengespräche

Warren Buffett goes global

Warren Buffett investiert vor allem in US-Firmen. Erst in jüngster Zeit schaut er sich verstärkt nach Anlagemöglichkeiten außerhalb der USA um. Neben Iscar machte vor allem seine Beteiligung an Petrochina Furore. Den südkoreanischen Aktienmarkt hält Warren Buffett für ausgesprochen günstig. Hier hält er 4% an dem Stahlunternehmen Posco.

Auch in Deutschland hat er angelegt

Laut Warren Buffett hält Berkshire Aktien in Deutschland. Welche verrät er nicht. Dass es nicht allzu viele werden könnten, liegt an der deutschen Meldepflicht. So muss er eine Beteiligung, die 3% übersteigt, melden. Und das liegt ihm nicht. Verständlich, denn jede Aktie, die im Zusammenhang mit Warren Buffett erwähnt wird, zieht das Interesse der Anlegergemeinschaft nach sich und macht den günstigen Kurs zunichte.

Die ganze Welt auf dem Radarschirm

Auf der letzten Hauptversammlung in Omaha betonte Partner Charlie Munger nochmals den Gang ins Ausland: „Wir haben die ganze Welt auf unserem Radarschirm und wir hoffen, dass die Welt uns auf ihrem hat.“
 

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State Street baut im Schlüsselmarkt Schweiz aus

16. Mai 2008 die Börsenfrau

Per Juni 2008 übernimmt State Street die schweizerische Fondsleitung der Deutschen Bank, die Bewilligung der Eidgenössischen Bankenkommission vorausgesetzt. Dem sollte jedoch nichts im Wege stehen.

Ein wichtiger Schritt für weitere Outsourcing-Mandate
 
Für René Charrière, dem Managing Director der State Street Bank Schweiz, ist die Übernahme der Fondsadministration in  Höhe von rund 4 Mrd SFr ein wichtiger Schritt für weitere Outsourcing-Mandate: „State Street ist der führende Dienstleister im Anlagefondsgeschäft in den USA und ist in den meisten Offshore-Zentren der Welt sowie den wichtigsten europäischen Finanzplätzen lokal vertreten. Mit der Übernahme der Fondsleitung bauen wir unser Angebot im Schlüsselmarkt Schweiz aus.“

Trotz schwierigem Marktumfeld erzielt State Street Rekordgewinn

Die neue schweizerische Fondsadministration kann sich für die Deutsche Bank als Glücksfall erweisen. So präsentierte State Street im Umfeld einer ausufernden Finanzkrise im ersten Quartal 2008 einen Rekordgewinn. Der Gewinn je Aktie liegt mit 45% über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis je Aktie berücksichtigt dabei 17 Mio US$ Aufwendungen nach Steuern für die Fusion und Integration, die im Juli 2007 im Zusammenhang mit der Übernahme der Investors Financial Services Corporation („Investors Financial“) angefallen sind.

Das Momentum setzt sich fort

E. Logue, Chairman und CEO von State Street, erklärte: „Ich freue mich außerordentlich über diese Rekorderträge, insbesondere, weil sie in einem schwierigen Marktumfeld erzielt wurden. Das Momentum, das wir in den vergangenen 12 Monaten erreicht haben, setzt sich trotz der schwierigen Kapitalmarktsituation fort. Das neutrale Ergebnis beim Gewinn je Aktie für das von uns übernommene Geschäft von Investors Financial zeigt deutlich den Erfolg der Integration. Im ersten Quartal haben wir unsere Erträge und das operative Ergebnis je Aktie verbessert und eine operative Kapitalrendite erreicht, die über unseren Zielsetzungen lag. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichneten wir bei allen Ertragspositionen Zuwächse und erreichten im 14. Quartal in Folge einen Anstieg des Operating Leverage im Jahresvergleich.“

Pressemitteilung zum 1. Quartal 2008

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Der IWF und die Entdeckung der Inflation

9. Mai 2008 die Börsenfrau

Mich wundert manches, aber manchmal schlägt meine Verwunderung doch in schieres Staunen um.

IWF entdeckt die Inflation

So entdeckt John Lipsky, Deputy Managing Director des Internationalen Währungsfonds und ehemals Chefökonom von JP Morgan, erstaunlicherweise erneut die Inflation. “Sorgen wegen Inflationsentwicklungen gelangen nach Jahren der Ruhe wieder an die Oberfläche,” sagte John Lipsky. Weiter meinte er, dass das globale Wachstum sich verlangsame, die Inflation sich aber beschleunige.

Wiederholen sich die inflationären siebziger Jahre?

Er ist dennoch “optimistisch”, dass sich die inflationären siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts nicht wiederholen würden. 

Siehe Artikel in der Financial Times Online

Die Geldpumpe arbeitet mit Hochdruck

Gleichzeitig pumpen die Zentralbanken der Eurozone, der USA und der Schweiz in einer dritten Welle erneut Milliardensummen in die Geldmärkte.

Artikel in Spiegel Online

Die Geldentwertung verteuert die Waren

Wie viel Kenntnis braucht man, um zu dem Ergebnis zu gelangen, dass sich Sachwerte einfach verteuern müssen, wenn hemmungslos Geld in das Finanzsystem gepumpt wird. Wenn aus 100 Geldeinheit 110 Geldeinheit wird, dann bezahlt man eben für die Ware statt 100 Geldeinheit mit 110 Geldeinheit. Hier hat sich augenscheinlich nicht der Wert der Ware verändert, sondern die Geldeinheit. Dazu braucht es keine höhere Mathematik, das sagt der gesunde Menschenverstand.

Die Party ist vorbei

Dessen dürfte sich auch John Lipsky bewusst sein. Aber man feiert die Party eben so lange man kann. Nun verschärft sich die Inflation und ist auch vor den Verbrauchern nicht mehr zu verstecken.

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80 US$ für eine Wrigley-Aktie

28. April 2008 die Börsenfrau

80 US$ bietet der Süsswarenhersteller Mars für eine Wrigley-Aktie. Das Gebot entspricht einer Prämie von 28% gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag letzter Woche. Der Gesamtpreis liegt bei ungefähr 23 Mrd US$.

Wrigley auch ins Berkshire-Portfolio

Für die Finanzierung des Deals stellt Warren Buffett einen nachgeordneten Kredit von 4,4 Mrd US$ zur Verfügung. Zudem plant Buffett eine Beteiligung von 2,1 Mrd US$ für seine Holding Berkshire Hathaway.  Warren Buffett heute in CBNC: „Ein guter Zeitpunkt, ein wirklich großartiges Geschäft zu kaufen, ist dann, wenn man es kann.“ Schließlich, meint er weiter, verstehe er Mars und Wrigley besser als die Bilanzen der meisten großen Banken.

Zwei legendäre amerikanische Unternehmen mit erstklassigen Marken.

Mit ihren erstklassigen Marken dürften die beiden legendären amerikanischen Unternehmen nach dem Deal das süße Powerhouse schlechthin werden – Nummer 1 bei der Schokolade und Nr. 1 beim Kaugummi.

Wrigleys Quartalsergebnisse

Und das unterstreicht Wrigley gleich mit seinem aktuellen Quartalsergebnis. 18% Gewinnanstieg kann das Unternehmen zum 1. Quartal ausweisen. Von 142,7 Mio auf 168,6 Mio US$ hat sich der Quartalsgewinn aufgrund der starken Verkäufe in Osteuropa und Asien und dank eines schwachen US-Dollars gesteigert. Die Umsätze kletterten um 16% auf 1,45 Mrd US$.

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Google – die teuerste Marke der Welt

21. April 2008 die Börsenfrau

Mit einem Markenwert von 86,1 Mrd US$ hat BrandZ Google zum zweiten Mal in Folge zur stärksten Marke der Welt gekürt. Die nächsten Plätze belegen General Electric und Microsoft. Coca Cola - jahrelang Nummer 1 - rutschte auf Platz 4.

Die Top 100 der wertvollsten Marken

In der aktuellen Studie hat BrandZ nun zum dritten Mal die Top 100 der wertvollsten Marken mit ihrem Markenwert veröffentlicht. Die Ranking-Methode wurde von Millward Brown Optimor entwickelt. Für die Studie wurden über eine Million Verbraucher zu mehr als 50.000 Marken befragt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der kombinierte Wert aller Marken um 21%, und zwar von 1,6 Billionen auf 1,94 Billionen US$.

Wettbewerbsvorteil: Markenname

„Das diesjährige Ranking macht deutlich, wie wichtig es ist, in Marken zu investieren – vor allem angesichts ungewisser Märkte. Starke Marken bringen erstklassige Renditen und schützen Unternehmen vor Risiken. Im Hinblick auf Marktanteil und Aktienkurs zeigen unsere Daten, dass starke Marken schwachen während einer Rezession überlegen sind“, meinte Joanna Seddon, Global CEO von Millward Brown Optimor.

Warren Buffetts „Economic Moat“

Der ökonomische Wert starker Marken, als „Economic Moat“, ist eines der bedeutendsten Auswahlkriterien Warren Buffetts bei der Kapitalanlage. Für Warren Buffet ist es entscheidend, ob ein Unternehmen genügend Schutz gegenüber Konkurrenten besitzt, damit es langfristig hohe Renditen erzielen kann. „Economic Moat“ nannte er diesen Schutz, also einen Burggraben oder Schutzwall.

Den Wettbewerbsvorteil erkennen

 „Bei der Kapitalanlage ist nicht entscheidend, wie stark eine Branche die Konjunktur bestimmt oder wie stark sie wächst. Viel entscheidender ist es, den Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens, insbesondere die Nachhaltigkeit dieses Vorteils, zu erkennen. Die Produkte oder Dienstleistungen, die einen starken, nachhaltigen Schutz besitzen, sind es, die den Anleger belohnen.“ Warren Buffett in Fortune, November 22, 1999

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Dritter Milliardendeal Nestlé und Novartis

11. April 2008 die Börsenfrau

Für 39 Mrd US$ will Novartis von Nestlé den Augenpflegespezialisten Alcon übernehmen.  Die erste Transaktion von 24,85% soll mit 143,18 US$ je Aktie in der zweiten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen werden. Die restlichen 52% sollen zum Festpreis von 181 US$ je Aktie ab 2010 bis Mitte 2011 über den Tisch gehen.  Noch zustimmen müssen die Wettbewerbsbehörden.

Deal Nummer 1 und 2

Ende 2006 und im April 2007 haben die beiden Konzerne bereits rund 8 Mrd US$ gewechselt. Die Bereiche Medizinische Ernährung und das Gerber-Babynahrungsmittelgeschäft von Novartis hat Nestlé übernommen. Nestlé orientiert sich strategisch neu auf Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden.

Peter Brabeck hat an Paul Bulcke übergeben

Mit diesem Geldsegen wird Paul Bulcke sich nun beweisen müssen, denn seit gestern hat Peter Brabeck den Chefsessel frei gemacht und die operative Führung ihm übergeben. Ein Teil des Geldsegens soll zum Schuldenabbau genutzt werden, der Rest soll in Einklang mit der neuen strategischen Orientierung investiert werden.

Aktiensplitt 1:10 vorgeschlagen

Um die Handelbarkeit der Aktie zu erhöhen, hat der Konzern für die Beschlussfassung an der Generalversammlung einen Aktiensplitt von 1:10 vorgeschlagen. 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Die im Beitrag erwähnte Aktie Nestlé wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

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