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Sind hohe Rohstoff- und Energiepreise verantwortlich für steigende Inflationsraten? Oder liegt die Ursache nicht vielmehr in der Geldmengenvermehrung, die nicht durch entsprechendes Gütermengenwachstum gedeckt ist?
Österreichische Schule der Nationalökonomie: Gesunder Menschenverstand
So wie Value-Investoren aus der Schule von Graham-und-Doddsville mit dem gesunden Menschenverstand in Unternehmen investieren, erklären mit einem ebensolchen gesunden Menschenverstand Wirtschaftswissenschaftler aus der Österreichischen Schule der Nationalökonomie ihre volkswirtschaftlichen Theorien.
Die klassische Geldmengentheorie
Zur Erklärung der Inflation nutzen die Denker der Österreichischen Schule keinen Hokuspokus und keinen hedonischen Warenkorb. Für sie ist Inflation ein monetäres Phänomen: eine aufgeblähte Geldmenge. Die Verteuerung der Waren sind nur die Auswirkungen dieser Inflation (Aufblähung). Gemäß der klassischen Geldmengentheorie errechnet sich also die Inflationsrate ganz einfach:
Inflation = Zuwachs Geldmenge M3 minus Zuwachs Bruttosozialprodukt (BIP)
Mehr als 8% Inflation im Euroraum
Im Jahr 2007 lag demnach die Inflation im Euroraum gut über 8% und in den USA ist der zweistellige Bereich schon lange überschritten. Die Wachstumsraten des Geldmengenaggregats M3 können Sie der Website der Bundesbank entnehmen.
Veröffentlichung der Geldmenge M3 in USA eingestellt
Die Veröffentlichung der Geldmenge M3 in den USA wurde im März 2006 eingestellt. Angeblich hätte sie keinen Aussagewert mehr. Die Daten werden jedoch von John William auf seiner Website Shadow Government Statistics fortgeführt.
Der papierene Selbstmord von Roland Baader
Scharfsinnig und mit deutlichen Worten erklärt Roland Baader, ein Vertreter der Österreichischen Schule, das Thema Inflation in Der papierene Selbstmord (verlinkt unter: Zur Internationalen Finanzkrise).
Der Beitrag wurde
am Dienstag, den 5. August 2008 um 23:52 Uhr veröffentlicht
und wurde unter Österreichische Schule abgelegt.
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