Englisch-deutsches Glossar

Auf besonderen Wunsch baut die Börsenfrau® ein englisch-deutsches Glossar für Bilanz- und Finanzbegriffe auf. Vorschläge bitte über das Kontaktformular.

« Die Value-Szene im deutschsprachigen Raum

Seth Klarman: Risiko ist keine messbare Zahl »

Benjamin Graham: Kursschwankungen sind keine echten Risiken

Value-Investoren definieren Risiko anders als die Verfechter der Modernen Portfoliotheorie. So schreibt der Urvater des Value Investings, Benjamin Graham, in seinem Buch “Intelligent Investieren”:

Davon abgesehen wird die Bezeichnung Risiko auch oft angewandt, um einen möglichen Kursrückgang einer Aktie darzustellen, der zyklischer und temporärer Natur ist …  Diese Risiken sind typisch für alle Aktien und Anleihen. Aber wir sind der Auffassung, dass es sich bei Marktschwankungen nicht um echte Risiken im wahrsten Sinne des Wortes handelt.”

Auch Warren Buffett argumentiert analog.

Fehleinschätzung = Risiko
Risiko im Sinne von Verlust in der Aktienanlage besteht für Benjamin Graham darin, dass der Anleger den Wert der Aktie falsch einschätzt oder kein genaues Konzept für die Wertpapieranlage aufstellt.

Beides, Risiko wie Chance, muss vom Anleger in seine Kalkulationen eingeschlossen werden. … Aktien sollten eine attraktive Anlagebasis aufweisen und aufgrund einer intelligenten Analyse gekauft werden.”

“Defensive” Anleger – “aggressive” Anleger
Für Benjamin Graham gibt es zwei unterschiedliche Gruppen von wertorientierten Privatanlegern: die “defensiven” Anleger und die “aggressiven” Anleger.

Dabei definiert er “defensiv” nicht als weniger risikofreudig, sondern als weniger bereit, sich der Wertpapieranlage zeitlich und intellektuell zu widmen.

“Aggressiv” definiert er dagegen als stärkere Bereitschaft, sich in die Wertpapieranlage einzuarbeiten.

Anlagestrategie für den “defensiven” Anleger
“Defensiven” Anlegern empfiehlt er, sich auf Aktien großer Unternehmen zu beschränken. Die Unternehmen sollten Marktführer auf ihrem Gebiet sein und einen langfristigen Gewinnerfolg sowie eine starke finanzielle Basis aufweisen.

Anlagestrategie für den “aggressiven” Anleger
“Aggressive” Anleger könnten dagegen ihr Anlageuniversium erheblich ausweiten. Grundlage ist jedoch eine intelligente Analyse und eine attraktive Bewertung der Aktie.

Merken und weiterempfehlen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • TwitThis
  • Technorati
  • MisterWong
  • Digg
  • del.icio.us
  • Y!GG
  • Webnews
  • Google Bookmarks
  • Wikio
  • email
  • Facebook
  • BlinkList

Ähnliche Beiträge

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 2. September 2008 um 21:15 Uhr veröffentlicht und wurde unter Grundlagen, Value Investing abgelegt.
Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

3 Reaktionen zu “Benjamin Graham: Kursschwankungen sind keine echten Risiken”

  1. [...] « Benjamin Graham: Kursschwankungen sind keine echten Risiken [...]

  2. blogring.org sagt:

    Blogring für portfoliotheorie…

    Verwandte Blog-Einträge…

  3. [...] auch: Benjamin Graham: Kursschwankungen sind keine echten Risiken. Merken und weiterempfehlen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue [...]

Schreibe mir

Mit dem Absenden des Kommentars wurde automatisch die Datenschutzerklärung akzeptiert.