Contrarian Investments im SPI, Halbjahresergebnis kommentiert

Markus hat in seinem Kommentar vom 8. Dezember angeregt, dass ich noch darauf eingehen möge, wie sich die getätigten Umschichtungen ausgewirkt haben und welche Schlussfolgerung ich daraus gezogen habe. Markus, vielen Dank für deinen Hinweis! Ja, dieser Teil im Investmentprozess ist wohl der wichtigste Teil überhaupt: Handlungen zu überprüfen, um daraus für die nächsten Investitionen zu lernen.

Kommentierung der Trades

Aktien habe ich nur im Depot 3 umgeschichtet: Aryzta gegen Holcim. Aryzta habe ich auf Grund einer Managemententscheidung verkauft. Das Schweizer Unternehmen hat seine Generalversammlung nach Toronto verlegt. Ein solcher Entscheid ist ein Affront gegen hiesige Aktionäre. Das Management ist offensichtlich nicht an den Schweizer Aktionären interessiert.

Hat sich das nun gelohnt?

Ja! Aryzta habe ich zu einem Kurs von 43,75 CHF mit einem Gewinn von 862,50 CHF (8,56%) verkauft. Rechnen wir noch rund 100 CHF Gebühren weg, dann können wir einen Gewinn von 762,50 CHF verbuchen. Der Schlusskurs der Aryzta-Aktie zum Halbjahrestermin lag um 0,55 CHF (43,20 CHF) tiefer. Im Gegenzug habe ich 160 Holcim-Aktien à 62,95 CHF gekauft. Der Schlusskurs am Tag des Halbjahresergebnisses lag bei 69,20 CHF je Aktie und ergab einen Buchgewinn von 1000,00 CHF.

Zu bemerken ist noch, dass auf der GV in Toronto laut Finanz und Wirtschaft nur 7 Aktionäre anwesend waren. Im Vorjahr waren es immerhin 457.

Resultat aus dem Trade: 762,50 + 1000,00 = 1762,50 CHF

Was lief falsch?

Negativ für die Performance erwies sich ein nicht durchgeführter Trade, der den Verlust eines Opportunitätsgewinns von schätzungsweise 1000 CHF brachte. Und zwar verpasste ich, Lonza zum richtigen Zeitpunkt zu verkaufen. Beide KGVs (aktuell und 2011) überschritten bereits unsere Benchmark von 15 und hier wäre ein Verkauf angezeigt gewesen. Der Kurs der Lonza-Aktien lag zum Halbjahresergebnis bei 81,70 CHF, im Höchst bei 90,25 CHF.

Auf Yahoo kann man die historischen Kurse einsehen.

 

 

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die Börsenfrau

Als Initiatorin des Projekts möchte ich mich vorstellen: Mein Name ist Gertraud Pourheidari. Von Beruf bin ich Übersetzerin. Mit Aktien hatte ich zunächst wenig zu tun. Nur im Alter von 18 Jahren streifte mich das Thema kurzzeitig; doch leider ließ ich es mir viel zu leicht ausreden, denn schließlich war das damals "für Frauen kein Beschäftigungsfeld". 1996 kaufte ich meine ersten Aktien. Ich erlebte die Euphorie während der Technologiehausse und den anschließenden tiefen Absturz des Neuen Marktes - Schlüsselerlebnisse, die Fragen und Nachforschungen nach sich zogen. So tauchte ich tiefer in die faszinierende Welt der Kapitalanlage ein. Heute berate ich das Rohstoff-Strategiedepot des Stuttgarter 0711-Aktienclubs , erstelle Unternehmensanalysen und konzipiere Börsenpublikationen zum Thema Kapitalanlage für Die Aktien-Analyse und Strategisches Investieren. Das Handwerkszeug habe ich mir in Seminaren, amerikanischen Online-Workshops und autodidaktisch angeeignet. In der Unternehmensanalyse erhielt ich meine praktische Ausbildung von Gelfarth & Dröge Research, Hattingen. Journalistische und publizistische Kenntnisse erwarb ich über die Zusammenarbeit mit dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn. Gertraud Pourheidari

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