Englisch-deutsches Glossar

Auf besonderen Wunsch baut die Börsenfrau® ein englisch-deutsches Glossar für Bilanz- und Finanzbegriffe auf. Vorschläge bitte über das Kontaktformular.

Benjamin Graham: Kursschwankungen sind keine echten Risiken

2. September 2008 die Börsenfrau

Value-Investoren definieren Risiko anders als die Verfechter der Modernen Portfoliotheorie. So schreibt der Urvater des Value Investings, Benjamin Graham, in seinem Buch “Intelligent Investieren”: “Davon abgesehen wird die Bezeichnung Risiko auch oft angewandt, um einen möglichen Kursrückgang einer Aktie darzustellen, der zyklischer und temporärer Natur ist …  Diese Risiken sind typisch für alle Aktien und Anleihen. Aber wir sind der Auffassung, dass es sich bei Marktschwankungen nicht um echte Risiken im wahrsten Sinne des Wortes handelt.” Auch Warren Buffett argumentiert analog.

Fehleinschätzung = Risiko

Risiko im Sinne von Verlust in der Aktienanlage besteht für Benjamin Graham darin, dass der Anleger den Wert der Aktie falsch einschätzt oder kein genaues Konzept für die Wertpapieranlage aufstellt. “Beides, Risiko wie Chance, muss vom Anleger in seine Kalkulationen eingeschlossen werden. … Aktien sollten eine attraktive Anlagebasis aufweisen und aufgrund einer intelligenten Analyse gekauft werden.”

“Defensive” Anleger - “aggressive” Anleger

Für Benjamin Graham gibt es zwei unterschiedliche Gruppen von wertorientierten Privatanlegern: die “defensiven” Anleger und die “aggressiven” Anleger.

Dabei definiert er “defensiv” nicht als weniger risikofreudig, sondern als weniger bereit, sich der Wertpapieranlage zeitlich und intellektuell zu widmen.

“Aggressiv” definiert er dagegen als stärkere Bereitschaft, sich in die Wertpapieranlage einzuarbeiten.

Anlagestrategie für den “defensiven” Anleger

“Defensiven” Anlegern empfiehlt er, sich auf Aktien großer Unternehmen zu beschränken. Die Unternehmen sollten Marktführer auf ihrem Gebiet sein und einen langfristigen Gewinnerfolg sowie eine starke finanzielle Basis aufweisen.

Anlagestrategie für den “aggressiven” Anleger

“Aggressive” Anleger könnten dagegen ihr Anlageuniversium erheblich ausweiten. Grundlage ist jedoch eine intelligente Analyse und eine attraktive Bewertung der Aktie.

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Die Value-Szene im deutschsprachigen Raum

28. August 2008 die Börsenfrau

Klein ist sie, die Value-Gemeinde in Deutschland, zumindest die sichtbare. Öffentlich treten nur wenige Value-Investoren auf. Schön, dass nun der Smart Investor, das kritische Anlegermagazin, vermehrt über die Value-Philosophie berichtet. In der aktuellen Ausgabe schrieb Dirk Stöwer von Kohlhase & Stöwer Asset Management einen Gastbeitrag zum Thema.

Anlagestratege im Sinne von Warren Buffett 

Dirk Stöwer hält vor allem die Anlagestrategie Warren Buffetts hoch. So legt er, wie auch Warren Buffett, Wert auf Unternehmen mit einem Wettbewerbsvorteil - einem Economic Moat. Er sucht nicht einfach nach “billigen” Aktien, sondern hält im Vergleich zum Wert nach “günstigen” Kaufgelegenheiten Ausschau. Da kann eine Aktie durchaus einen höheren KGV oder KBV aufweisen. Eine Kolumne und ein Interview von Dirk Stöwer können Sie auf der Website der Börsenfrau® lesen.

Vertreter der Substanz

Value Investing ist eine Philosophie. Gemeinsam haben die Anlagestrategen das Ziel, Wertpapiere unter Wert zu kaufen. Wie man den Wert allerdings definiert, ist Einstellungssache. Anders als Warren Buffett gehen deshalb die Schnäppchenjäger vor. Sie suchen “Deep Value” im klassischen Sinne von Graham & Dodd. Vertreter dieser Anlagerichtung sind Gregor Trachsel, Manager des CS Equity Fund (Lux) World, und Mario Wolff von valueinvesting.de. Ein Interview mit Mario Wolff ebenfalls auf der Website der Börsenfrau®. Ein Interview mit Gregor Trachsel kann man in der aktuellen Printausgabe der Finanz & Wirtschaft nachlesen.

Wer und was noch in Kurzform

Über Value Investing will das Zentrum für Value-Investoren e.V. aufklären. Die Organisation wurde von Prof. Max Otte von IFVE GmbH, Dr. Hendrik Leber von Acatis und Frank Fischer von Shareholder Value gegründet.

Die Analysten der Aktien-Analyse

Value-Strategen finden sich auch unter den Analysten der Aktien-Analyse aus dem Hause Gelfarth & Dröge.

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Englisch-deutsches Börsenglossar im Aufbau

25. August 2008 die Börsenfrau

Nicht nur das Börsenfrau-Blog hat Ute verbessert. Sie hat auf der Website der Börsenfrau® auch das Tool für ein englisch-deutsches Börsenglossar installiert.

Zum Verständnis englischsprachiger Jahresberichte unumgänglich

Die Idee zum Glossar enstand auf Anregung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Testworkhops. Die richtige Übersetzung von englischen Bilanz- und Finanzbegriffen in den Jahresberichten sind zum Verständnis einfach wichtig.

Zunächst englisch-deutsche Übersetzung der Fachbegriffe

Zunächst wollen wir im Glossar die englischen Bilanz- und Finanzbegriffe ins Deutsche übertragen. Nach Begriffen können Sie alphabetisch suchen - sowohl englisch als auch deutsch sortiert. Erklärungen gibt es dort, wo sie nötig sind.

Übersetzungswünsche nehmen wir an

Übersetzungswünsche zu einzelnen englischen Fachbegriffen können Sie über das Kontaktformular oder an gp@dieboersenfrau.com senden. Gerne erledigen wir dann Mögliches sofort. Unmögliches dauert natürlich etwas länger.

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Interroll erhält den bisher größten Sorterauftrag

22. August 2008 die Börsenfrau

Mit der weltweit patentierten Sortertechnologie gelang es der Interroll Gruppe, neue Marktanteile zu gewinnen. Die Technologie ist bereits bei der Schweizer Post im Einsatz und nun wünscht sich die Quergurtsorter auch die finnische Post Itella. Das Auftragsvolumen liegt im zweistelligen Millionenbereich (Schweizer Franken).

Anlage rund 2,4 km

Ausmaß der Anlage beträgt rund 2,4 km. Mit der neuen Technik (Interroll Crossbelt Sorter Technik) werden die Postzentren von Helsinki, Kuopio, Oulu und Tampere ausgerüstet. Die Anlage wird Zeitungs-, Magazin- und Briefbündeln, Maxibriefe sowie Pakete sortieren. 

Erstmalig gemischte Fördergüter

Neu für die Postbranche dabei ist, dass zum ersten Mal auch gemischte Fördergüter transportiert werden können.

Die Siemens Division Mobility zeichnet als Systemintegrator für das Projekt verantwortlich.

Mehr dazu

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Die im Beitrag erwähnte Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

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Pessimismus verstärkt sich

21. August 2008 die Börsenfrau

State Street Global Markets hat gestern die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index® für August 2008 bekannt gegeben. Weltweit ist das Anlegervertrauen um ganze 6,8 Punkte auf 77,2 (korrigierte Juli-Angaben 84,0) gesunken.

Starker Pessimismus der institutionellen Anleger in Nordamerika

Maßgeblich für das negative Ergebnis war der Vertrauensverlust der institutionellen Anleger in Nordamerika, nach einem bereits hohen Vertrauensverlust im Juli. So sank das Vertrauen von 85,8 auf 77,7 Zähler.

Auch in Europa steigender Pessimismus

Während sich die Anleger in Europa im letzten Monat noch neutral verhielten, erhöhte sich auch hier die pessimistische Stimmung. So sank das Anlegervertrauen von 80,3 auf 77,3 Zähler.

Anleger in Asien erneut risikobereiter

Die Risikobereitschaft der Anleger in Asien legte dagegen im zweiten Monat in Folge zu, und zwar von einem korrigierten Stand von 85,3 auf 88,9.

Anhaltende Bedenken zu den Kreditmärkten und Wachstumsaussichten

Die Ursache für den Rückgang in diesem Monat führt Ken Froot zurück auf die anhaltenden Bedenken der Investoren bezüglich der Entwicklung der Kreditmärkte und der Beständigkeit des Wachstums in Europa und Asien zurück.

Pressemitteilung Bernet_PR AG für Kommunikation

Kommentar Andrew Capon (engl.)

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BHP Billiton fährt erneut Rekordgewinn ein

20. August 2008 die Börsenfrau

Am Montag gab BHP Billiton die vorläufigen Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2007/08 (GJ-Ende Juni 2008) bekannt. Zum siebten Mal in Folge fuhr nun der Minengigant einen Rekordgewinn ein. Der den Aktionären anrechenbare Gewinn ohne Sondereffekte stieg um 12,4% auf 15,4 Mrd US$ (VJ: 13,4 Mrd). Der Gewinn je Aktie (ohne Sondereffekte) profitierte zusätzlich vom Aktienrückkauf, und zwar mit einem Anstieg um 17,5%.

Exzellente EBIT-Marge von 47,5%

Trotz massiven Kostendrucks konnte der Konzern das Underlying EBIT um 21% auf 24,3 Mrd US$ steigern. Druck verursachten vor allem die Ausgaben für Personal, Treibstoff und Exploration. Allein rund 575 Mio US$ resultierten aus den höheren Treibstoff- und Energiekosten sowie teuren Rohmaterialien. Dennoch erzielte das Unternehmen eine erstaunliche EBIT-Marge von 47,5%. 

Nachfrage höher als Angebot

Die weltweite Nachfrage nach Rohmaterialien hat sich indessen noch keinesfalls beruhigt. Im Gegenteil: Der Konzern steht weiterhin unter Druck, die hohe Nachfrage zu erfüllen. Laut BHP Billiton sind genügend Rohstoffe vorhanden, um den weltweiten Appetit zu sättigen. Doch schafft es die Bergbauindustrie nicht so rasch, das erforderliche Angebot zur Verfügung zu stellen.

Negative Währungseinflüsse

Negativ wirkten sich die Wechselkurse aus: So mussten die Ausgaben im stärkeren Australischen Dollar bezahlt werden und die Einnahmen erfolgten im schwächeren US-Dollar.

Hoher operativer Nettocashflow

Der operative Nettocashflow nach Zinsen und Steuern stieg um 13,8% auf rund 18,2 Mio US$. Die Investitionskosten in Sachanlagen und für Exploration legten um 8,9 Mio US$ zu. Der Verschuldungsgrad reduzierte sich auf 17,8% (VJ: 25%).

Ausblick auf das nächste Jahr

BHP Billiton geht davon aus, dass trotz der strukturellen Schwäche der entwickelten Länder die starke Industrialisierung in China die globale Wirtschaft weiterhin stützt. Kurzfristig erwartet der Rohstoffproduzent weltweit eine Konjunkturabschwächung, auch in den Ökonomien der Schwellenländer. Doch langfristig rechnet BHP Billiton mit einem robusten Wirtschaftswachstum. Denn: die Industrialisierung der Schwellenländer ist nicht mehr aufzuhalten.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Die im Beitrag erwähnte Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

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Neue Version mit Verbesserungen

18. August 2008 die Börsenfrau

Da hat miradlo bescheiden nur einen Kommentar gebloggt und auf die Verbesserungen im Blog hingewiesen.

Doch das gehört nach vorn und ich kann nur sagen: Utes Update ist einfach gelungen:

- Beiträge kann man jetzt auch per E-Mail abonnieren, alle oder nur bestimmte Kategorien.

- Zu jedem Beitrag wird nun auf bereits veröffentlichte im Zusammenhang stehende Texte verwiesen.

- Für die Übersichtlichkeit hat Ute ein Archiv eingerichtet.

- Und für Änderungen während der Kommentierung bleibt auch ein wenig Zeit.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Ute! Und vielleicht sind Sie, liebe Leserin und lieber Leser, ebenso von Utes Verbesserungen angetan.

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Die Zurich aus der Value-Perspektive

15. August 2008 die Börsenfrau

Nachdem die Zurich Financial das Ergebnis für das erste Halbjahr 2008 vorgelegt hat, steht jetzt ein Check-up aus der Value-Perspektive an.

Kurze Einschätzung zum Unternehmen

Die am Mittwoch vorgelegten Daten geben uns in etwa die Richtung für 2008 und 2009 vor. Das Versicherungsgeschäft bleibt auf Kurs. Größere Überraschungen in Bezug auf Abschreibungen mit US-Subprime-Papieren sind kaum mehr zu erwarten. Die bisher vom Management gemachten Aussagen waren zuverlässig. Der Führungsstil ist konservativ. Entscheidungen werden rational (siehe letzte Übernahme-Entscheidungen) getroffen.

Combined Ratio unter 100%  - Eigenkapitalrenditen knapp 20%

Das Combined Ratio liegt unter 100% und zwar bei 96,2%, zum Vergleichswert eine Verbesserung um 0,3%. Die beiden annualisierten Eigenkapitalrenditen (operative bzw. den Aktionären anrechenbare) liegen bei hervorragenden 19,9 bzw. 19,5%. Die Bilanz ist sauber. Also insgesamt macht das Unternehmen einen soliden Eindruck. Prima!

Unternehmenswert contra Aktienkurs

Bezüglich der Qualität des Unternehmens gibt es also keine Einwände. Bleibt aber noch die Frage offen, ob die guten Daten schon im aktuellen Aktienkurs enthalten sind.  Nehmen wir also ein paar Berechnungen vor.

Geschätzter GpA 2008 zwischen 39 und 40 SFr

Geschätzter Gewinn je Aktie 2008 dürfte etwa zwischen 39 und 40 SFr liegen. Als Grundlage für die Berechnungen nehme ich die Schätzung aus der untersten Range, also einen geschätzten GpA 2008 von 39 SFr; für den Aktienkurs: 282 SFr.

Kupon im ersten Jahr: 13,8%

Ich schaue mir die Gewinnrendite an. Als Verzinsung im ersten Jahr errechne ich einen Kupon von 13,8%. In den nächsten Jahren nehme ich an, dass die Zurich auf alle Fälle einen jährlichen Gewinnzuwachs von 2,5 bzw. 5% erzielt.

Zunehmender Gewinnstrom - zunehmender Kupon

Da Aktienkurse sich stark an einem zunehmenden Gewinnstrom orientieren, gehe ich davon aus, dass sich mit dem jährlichen Gewinnzuwachs der Aktienkurs ebenfalls erhöhen wird.

Die Ergebnisse der Berechnungen für die nächsten zehn Jahr können Sie den Tabellen unten entnehmen.

  GpA   Rendite p.a.
2008  39,00  13,83% 
2009  39,98  14,18% 
2010  40,97  14,53% 
2011  42,00  14,89% 
2012  43,05  15,27% 
2013  44,12  15,65% 
2014  45,23  16,04% 
2015  46,36  16,44% 
2016  47,52  16,85% 
2017  48,71  17,27% 

Tab 1: Berechnung mit Gewinnzuwachs 2,5% p.a.

  GpA  Rendite p.a. 
2008  39,00  13,83% 
2009  40,95  14,52% 
2010  43,00  15,25% 
2011  45,15  16,01% 
2012  47,40  16,81% 
2013  49,77  17,65% 
2014  52,26  18,53% 
2015  54,88  19,46% 
2016  57,62  20,43% 
2017  60,50  21,45% 

Tab 2: Berechnung mit Gewinnzuwachs 5% p.a.

Unternehmenswert: rund 420 SFr – Sicherheitsmarge: rund 33%

Bei der Ermittlung des fairen Unternehmenswerts pro Aktie bleibe ich bewusst konservativ und nehme eine Gewinnzuwachsrate von jährlich nur 2,5% an. Daraus ergibt sich ein fairer Wert je Aktie von rund 420 SFr. Die Sicherheitsmarge liegt somit bei rund 33%. Bei höher angenommenem jährlichem Gewinnzuwachs steigt entsprechend der faire Unternehmenswert.

Wahrscheinlichkeit einer höheren Gewinnwachstumsrate hoch

Die Wahrscheinlichkeit einer höheren Gewinnwachstumsrate liegt hoch, denn die Zurich hat einschließlich der Gewinneinbrüche in 2001 und 2002 in den letzten zehn Jahren einen durchschnittlichen Zuwachs im hohen einstelligen Bereich ausgewiesen.

Benjamin Graham zum Aktienmarkt:

“In the short run the stock market is a voting machine, in the long run it’s a weighing machine.” -  Frei übersetzt: Kurzfristig entscheiden die Emotionen, langfristig entscheidet die Ratio.

Hinweis: Die Informationen stellen kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich Informationszwecken.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Die im Beitrag erwähnte Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

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Finanzkrise lässt Zurich Financial kalt

14. August 2008 die Börsenfrau

Gestern hat die Zurich Financial für das erste Halbjahr 2008 ein solides Ergebnis vorgelegt.

„Dies ist ein hervorragendes Ergebnis, und zwar unabhängig vorherrschender Marktbedingungen“, so Konzernchef James J. Schiro. „Es unterstreicht nicht nur unsere Fähigkeit zur Anwendung operativer und finanzieller Disziplin, sondern ist zudem das Resultat einer erfolgreichen Wachstumsstrategie, die unsere Position in attraktiven Märkten stärkt.“

BOP um 8% höher – Gewinn auf Vorjahresniveau

Der BOP (Business Operating Profit) stieg um 8% auf 3,5 Mrd US$, der den Aktionären zurechenbare Gewinn konnte mit 2,7 Mrd US$ auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die annualisierte Eigenkapitalrendite liegt bei 19,5% (VJ: 21,1%) und die annualisierte operative Eigenkapitalrendite nach Steuern bei 19,9%(VJ: 19,1%). Einen Rückgang von 7% gegenüber dem Jahresende verzeichnete  das den Aktionären zurechenbares Eigenkapital.

Schaden-Kosten-Satz: 96,2% und Neugeschäft von Global Life: plus 7%

Bruttoprämien und Policengebühren legten um 8%, in Lokalwährung um 1%, zu. Den Schaden-Kosten-Satz weist die Zurich mit 96,2% aus, eine Verbesserung um 0,3%. Besonders erfreulich zeigt sich das Neugeschäft im Segment Global Life: Zuwachs von  7% nach Steuern. Daraus resultiert eine Gewinnmarge von 22,4%.

Rückgang der Anlagerendite um 0,4%

Aus den Kapitalanlagen resultiert ein Rückgang von 17% auf rund 4 Mrd US$. Die Anlagerendite aus den Kapitalanlagen ging um 0,4% auf 2,1% zurück. In ihrem Anlageportfolio weist die Zurich weiterhin keine nennenswerten Anlagen in US-Subprime-Papieren oder CDOs (forderungsgesicherte Wertpapiere) aus.

Wertminderung nur 16 Mio US$

Nur eine Wertminderung in Höhe von 16 Mio US$ (davon 10 Mio US$ im Zusammenhang mit US-Subprime-Papieren) musste seit Dezember 2007 bei MBS (hypothekarisch gesicherten US-Wertpapieren) vorgenommen werden, wovon 10 Mio US$ im Zusammenhang mit US-Subprime-Papieren stehen.

Zuversichtlich für 2008 und 2009

Die Versicherungsgruppe plant im Jahr 2008 Leistungsverbesserungen in Höhe von 800 Mio US$ nach Steuern. Sie sieht sich auf einem guten Weg, Ihr Ziel zu erreichen. Zuversichtlich zeigt sich die Zurich auch beim Wachstum, sowohl organisch also auch über Akquisitionen. Mit Abschluss der Übernahmen in Spanien und vor allem ab 2009 rechnet der Konzern mit einem Wachstumsschub.

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Interroll schlägt Konsensschätzungen

13. August 2008 die Börsenfrau

Erfreulich hat Interroll das erste Halbjahr 2008 abgeschlossen. Die Konsensschätzungen wurden allesamt übertroffen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum stieg der Umsatz um 6,7% auf 187,5 Mio SFr, währungsbereinigt sogar um 10,4%.

EBIT-Marge bei 12,9%

Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) wies eine Marge von 16,9% auf, etwas tiefer als im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 mit einer Marge von 17,3%. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte jedoch deutlich zu. Die Marge erhöhte sich von 11,5% auf 12,9%. Mittelfristig strebt das Unternehmen eine Zielgröße von 12% an. Diese dürfte Interroll somit in diesem Jahr erreichen.

Reingewinn plus 28,2% - Eigenkapitalquote bei 49,6%

Mit einem Reingewinn von 17,9 Mio SFr hat das Unternehmen den Vergleichswert 2007 um 28,2% geschlagen. Geholfen hat dabei auch eine tiefere Steuerquote. Beeindruckend ist ebenfalls die Investitionsbereitschaft. So setzte Interroll im Berichtszeitraum 7,3 Mio SFr für neue Technologien und eine erweiterte Infrastruktur ein. Die Eigenkapitalquote von 49,6% kann sich sehen lassen.

Vorsichtiger Ausblick auf das Gesamtjahr

CEO Paul Zumbühl rechnet im zweiten Halbjahr mit einem eingetrübten Wirtschaftsklima und mit Belastungen durch weitere Stahlpreiserhöhungen. Dennoch fühlt sich Interroll gut gerüstet. Konsequent soll das „Branding“ der Marke Interroll fortgesetzt werden.

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