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« Speakers’ Corner auf dem Börsenfrau-Blog
Und nun zu unserem ersten Speaker, dem Devisenhandel Forex. Es wird spannend, wir werden in den Devisenhandel eingeführt.
Beim Devisenhandel wird mit Währungen gehandelt. Der Handel mit Devisen findet dabei am Devisenmarkt (andere Bezeichnungen sind: Währungsmarkt, Foreign Exchange market, FX Market, oder kurz: Forex) statt. Der Handel findet global statt. Unter Währungen versteht man hier auf Währungen lautende kurzfristige Forderungen.
Das Besondere am Devisenmarkt ist, dass es hier keinen fixen Platz an der Börse gibt, sondern dieser vielmehr ein internationales Netz an Interbankenbeziehungen darstellt. Zudem wird der Devisenhandel meist fernmündlich oder fernschriftlich durchgeführt, wobei auch das Internet eine große Rolle spielt.
Beim Devisenhandel geht es nun um den parallelen Kauf und Verkauf von zwei verschiedenen Währungen am Devisenmarkt (Interbankenmarkt), also immer paarweise. Deshalb kauft man beispielsweise nicht nur den Euro, sondern man tauscht stets US-Dollar gegen Euro, Euro gegen Yen und so weiter. So stehen die beiden Währungen eines Paares in einer gegenseitigen Beziehung und werden stets gegeneinander gehandelt.
Dabei bildet sich jedes Mal ein bestimmtes Tauschverhältnis: Dieses drückt den Wert der jeweiligen Währung in der anderen aus. So kommt es am Devisenmarkt zur Bildung des nominalen Wechselkurses, der das Preisverhältnis zwischen zwei Währungen darstellt. Man nennt diesen Kurs, zu dem die Währungen gehandelt werden, Devisenkurs. Dieser wird von Angebot und Nachfrage einer Währung bestimmt.
Durch den Kauf und Verkauf von Währungen wird also versucht, Gewinne zu erzielen. Der Kaufpreis wird als Geldkurs bezeichnet, der Verkaufspreis als Briefkurs, der Unterschied zwischen den beiden heißt Spread. Dieser gibt den Unterschied zwischen dem Betrag, den der so genannte Market-Maker (s.u.) bietet, um von einem Devisenhändler zu kaufen, und dem Betrag, den der Market-Maker, bekommt, wenn er an einen Devisenhändler verkauft. Beim Spread handelt es sich also um die Haupteinnahmequelle beim Devisenhandel.
Die wichtigsten Teilnehmergruppen sind dabei die Market-Maker, also Banken (Geschäfts- und Großbanken), welche als Broker und Spekulanten am Devisenmarkt auftreten: Sie kaufen und verkaufen Fremdwährungen, wobei sie selbst das Devisenkursrisiko tragen. Zudem stellen sie für eine weitere Teilnehmergruppe, die Investoren (institutionelle Anleger, Unternehmer, Firmen- und Geschäftskunden), die Devisenkurse.
Schließlich zählen noch die Zentralbanken zu den wichtigsten Akteuren beim Devisenhandel. Ihnen ist es möglich, mit Hilfe von Devisenmarktinterventionen direkt in den Markt einzugreifen, um beispielsweise das Gleichgewicht am Devisenmarkt wiederherstellen zu können.
Auch Privatpersonen können heute bereits mit niedrigen Mindesteinsätzen (Margins) am Devisenhandel teilnehmen: Das am weitesten verbreitete System ist dabei der Forex-Handel.
Weitere Informationen:
Devisenhandel Forex
Der Beitrag wurde
am Freitag, den 27. Februar 2009 um 15:30 Uhr veröffentlicht
und wurde unter Speakers' Corner abgelegt.
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Sehr interessanter Beitrag. Was man noch dazu schreiben sollte – für alle Anfänger – dass man beim Forexhandel mit enormen Hebeln arbeitet. Beispielsweise kann man schon mit 1000 Euro – Währungen im Wert von 100.000 Euro handeln. Das ist eben das besondere am Forex Trading – die enormen Gewinnn- aber auch Verlustchancen.
Richard
@Richard: Danke für den wichtigen Hinweis!
die Börsenfrau
Artikel gefällt mir auch ganz gut, nur vermisse ich einen Hinweis zum Thema Broker: Nach Möglichkeit finger weg von den Market Maker und lieber einen No Dealing Desk Broker oder einen ECN Broker suchen. So bleiben böse Überraschungen aus!
Manuell
Eine schöne Einführung in den Devisenhandel. Man sollte vielleicht noch darauf hinweisen, dass man als Anfänger zunächst einen Broker wählen sollte, der ein (kostenloses) Demokonto anbietet. Hier kann man erst einmal mit virtuellem Geld üben, ohne sein gesamtes Kapital zu verzocken. Die meisten Broker bieten mittlerweile solche Demokonten an. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass der Forex-Handel riskant ist und man nur mit Geld spekulieren sollte, das man wirklich übrig hat und nicht zwingend zum Leben braucht.
Frank
Sehr gutes Blog.
De Forex Scalper