David Einhorn sagte Kollaps von Lehman Brothers vor einem Jahr voraus

„Eine nochmalige Verbriefung von bereits verbrieften Werten in CDOs ist schon keine gute Idee. Eine nochmalige Verbriefung von CDOs in CDOs hoch zwei ist aber absolut keine gute Idee,“

so David Einhorn in seiner Rede am 19. Oktober 2007 im Helbrunn Center for Graham & Dodd Investing. All die Verbriefungen der Verbriefungen der Verbriefungen waren schon lange nicht mehr transparent, geschweige denn berechenbar.

Short-long und value-orientiert

David Einhorn ist erfolgreicher Manager des Hedgefonds Greenlight Capital. Der Hedgefonds orientiert sich am Value-Stil und legt sowohl in Short- als auch Long-Positionen an. Dabei shortet David Einhorn vor allem Aktien von Unternehmen, die überbewertet sind, deren Geschäftsmodell sich in Schwierigkeiten befindet oder deren Bilanzen nicht korrekt zu sein scheinen.

Short in Lehman Brothers

Den Kollaps von Lehman Brothers ahnte er bereits vor einem Jahr. Seine Erkenntnisse: Lehman Brothers berichtet die Verluste aus den Hypothekenverbriefungen nicht korrekt. Die Bilanzanalyse ergab, dass der Investmentbroker Abschreibungen hätte vornehmen müssen. Doch stattdessen spielte der Broker noch heile Welt.

Erste Short-Positionen bei 70 US$

In Erwartung, dass die Verluste dennoch irgendwann an die Oberfläche kommen würden und damit das Vertrauen der Anleger in den Investmentbroker gebrochen sein würde, verkaufte David Einhorn bei einem Kurs von etwa 70 US$ erstmals Aktien von Lehman Brothers leer.

Allied Capital – eine Betrugsgeschichte

„Fooling Some of the People All of the Time“ heißt das aktuell erschienene Buch von David Einhorn. Am Beispiel von Allied Capital schreibt er, wie Betrug, Politik und Investmentbanken an der Wall Street eng mit einander verflochten sind. Mehr Information hier