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Nestlé: Unternehmensbetrachtung, Teil 1

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Holgers Überlegungen in seinem Kommentar vom 19. November nehme ich zum Anlass, einmal eine der Anlagestrategien Warren Buffetts am Beispiel Nestlé vorzustellen. Was hat Warren Buffett also zu diesem Investment bewegt? Und welche Argumente sprechen für seinen Einstieg bei Nestlé?

Verbrauchermonopol

In Nestlé dürfte Warren Buffett ein Paradebeispiel für eine seiner Anlagestrategien gefunden haben. Denn Nestlé ist ein Unternehmen, das zu seinem Circle of Competence (Kompetenzbereich) gehört. So hat er eine ausgesprochene Vorliebe für Unternehmen aus der traditionellen Industrie. Verbrauchermonopole bilden die Basis in seinem Wertpapierportfolio. Seine Coca-Cola- und Gillette-Positionen (heute Procter & Gamble) sind ja hinreichend bekannt. Und Nestlé zählt zu diesen erlauchten Kreis von Verbrauchermonopolen.

Wettbewerbsvorteil: Markenportfolio

Ein wichtiges Argument sind die dem Unternehmen gehörenden Marken. Economic Moats, also Wettbewerbsvorteile, die kaum mehr einzuholen sind, spielen bei Warren Buffetts Unternehmenskäufe eine herausragende Rolle. Und Nestlé wirft einen Wettbewerbsvorteil ins Spiel: das ausgezeichnete Markenportfolio.

Absicherung gegen Inflation

Was ihn besonders in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts an Markenunternehmen reizte, war die Stabilität, die diese in Zeiten mit inflationären Risiken boten. Denn Unternehmen mit großen Markennamen können sich durch ihr Monopol leichter dem inflationären Preisdruck entziehen. Preismacht, Image und Kundentreue bestehen auch in schwierigen Zeiten.

Niedrige Investitionskosten

Weiter sprechen für Nestlé die niedrigen Investitionskosten. Warren Buffet zieht solche Branchen kapitalintensiven Industrien vor. Er legt Wert auf Unternehmen, die einen hohen Cashflow produzieren. Mehr Geld, das dem Aktionär verbleibt, und nicht allein zur Aufrechterhaltung des Betriebes verwendet werden muss.

Aktienrückkäufe

Noch ein Pluspunkt: Aktienrückkäufe. Nestlé hat in den letzten Jahren stetig Aktien zurückgekauft und damit den Gewinn für den Aktionär automatisch angehoben. Und für 2009 wurde das Aktienrückkaufprogramm kürzlich von 4 Mrd CHF auf 7 Mrd CHF erhöht.

Wachstumsperspektiven

Sparte und Größe sprechen zwar gegen rasantes Wachstum, dennoch sehen die Wachstumsperspektiven von Nestlé sehr gut aus. Das Unternehmen hat Wachstumstreiber, wie  Gesundheit, Nutrition und Wellness, im Fokus. Zudem werden die Marktanteile in den aufstrebenden Märkten ausgebaut. Die Wachstumsraten dort sollen in den nächsten Jahren mindestens doppelt so hoch ausfallen wie in den Industrieländern.

Gewichtige Argumente also für ein Investment. Interessant sind noch Kennzahlen und Bewertung. Dazu im nächsten Beitrag.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Nestlé-Aktien werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

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Der Beitrag wurde am Samstag, den 21. November 2009 um 11:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter Berkshire Hathaway, Nestlé abgelegt.
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5 Reaktionen zu “Nestlé: Unternehmensbetrachtung, Teil 1”

  1. Petra sagt:

    Hallo Gertraud!

    Kannst Du in Deiner Nestle-Betrachtung den Quicktest von Kralicek mit einbinden?

    Ich habe insbesondere beim herauslesen des Cash-Flow vor Steuern Probleme.

    Damit Du die Zahlen nicht lange suchen musst:

    Hier geht’s zur finanziellen Berichterstattung 2008 der Nestle AG.

    Ich danke für Deine Bemühungen und ich werde die Unternehmensbetrachtung sehr aufmerksam verfolgen.

    Liebe Grüsse

    Petra

      

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