Transocean nimmt Stellung

Der Druck auf die Transocean-Aktie nahm diese Woche nochmals gewaltig zu, nachdem 18 US-Senatoren eine Untersuchung gegen Transocean forderten. So schloss die Aktie gestern bei 63,40 CHF und hatte damit seit dem Börsengang am 20. April an der SIX mehr als 30% verloren. Der heutige Schlusskurs tendiert mit 66,65 CHF bereits wieder höher. Wie sehr die Aktie gelitten hat, kann man am Kurs-Buchwert-Verhältnis erkennen, es notiert unter 1. Auch das KGV ist mit 6 nur noch bescheiden.

Dividendenzahlung verärgert US-Senatoren

Den Unmut der Senatoren erregt insbesondere die Dividendenzahlung von 1 Mrd US$ an die Aktionäre, die allerdings schon vor der Katastrophe beschlossen war. Weiter nahmen sie Anstoss an den Versicherungsleistungen an das Unternehmen. Transocean hätte ihrer Meinung nach damit vom Unglück profitiert.

Transocean wehrt sich

Gestern hat sich nun Transocean in einer Mitteilung gegen die Vorwürfe gewehrt. So teilte das Unternehmen mit, dass die Dividendenzahlung die Kosten, die aus der Katastrophe für Transocean entstehen, nicht berühren würden. Das Unternehmen wird alle gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen können. Auch die Versicherungsauszahlung für die Bohrplattform Deepwater Horizon sei gerechtfertigt gewesen: Die Plattform war für den fairen Marktwert zum Zeitpunkt des Unfalls versichert.

Investorenkonferenz am Freitag

Zum Stand der Dinge will Transocean am Freitag informieren. Die Investorenkonferenz findet um 16 Uhr MEZ statt.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Die im Beitrag erwähnte Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

Über die Börsenfrau

Als Initiatorin des Projekts möchte ich mich vorstellen: Mein Name ist Gertraud Pourheidari. Von Beruf bin ich Übersetzerin. Mit Aktien hatte ich zunächst wenig zu tun. Nur im Alter von 18 Jahren streifte mich das Thema kurzzeitig; doch leider liess ich es mir viel zu leicht ausreden, denn schliesslich war das damals "für Frauen kein Beschäftigungsfeld". 1996 kaufte ich meine ersten Aktien. Ich erlebte die Euphorie während der Technologiehausse und den anschliessenden tiefen Absturz des Neuen Marktes - Schlüsselerlebnisse, die Fragen und Nachforschungen nach sich zogen. So tauchte ich tiefer in die faszinierende Welt der Kapitalanlage ein. Heute berate ich das Rohstoff-Strategiedepot des Stuttgarter 0711-Aktienclubs , erstelle Unternehmensanalysen und konzipiere Börsenpublikationen zum Thema Kapitalanlage für Die Aktien-Analyse und Strategisches Investieren. Das Handwerkszeug habe ich mir in Seminaren, amerikanischen Online-Workshops und autodidaktisch angeeignet. In der Unternehmensanalyse erhielt ich meine praktische Ausbildung von Gelfarth & Dröge Research, Hattingen. Journalistische und publizistische Kenntnisse erwarb ich über die Zusammenarbeit mit dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn. Gertraud Pourheidari
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2 Antworten zu Transocean nimmt Stellung

  1. Steffen sagt:

    Operation „Top Kill“ scheint erfolgreich gewesen zu sein und das Bohrloch wieder dicht.
    Das könnte den Kurs der Transocean ersteinmal wieder stabilisieren 😉
    http://www.de.sharewise.com/aktien/CH0048265513-transocean/analysen-empfehlungen

  2. @Steffen
    Danke für die Empfehlung! Da stimmen Fundamental und Technik gut überein. 😉 Für mich war das KBV von unter 1 entscheidend für den Nachkauf. Trotz der gesamten schlechten Nachrichtenlage birgt eine Aktie unter Buchwert von einem immer noch profitablen Unternehmen kaum noch Risiko.

    Ein Katalysator könnte zusätzlich noch die eventuelle Aufnahme in den SMI am 18. Juni sein. Einige Fonds müssten kaufen.

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