Lausiger Xstrata-Glencore-Merger

Nun sind die Rahmenbedingungen des Zusammenschlusses offiziell: Xstrata hat sie heute zusammen mit dem vorläufigen guten Ergebnis 2011 bekanntgegeben. CEO Mick Davis empfiehlt die Annahme der vorgeschlagenen Fusion mit einem Aktientausch im Verhältnis von 2,8 neue Glencore-Aktien für jeden Xstrata-Anteil. Am fusionierten Unternehmen werden die Xstrata-Aktionäre dann 45% halten.

Firmenchef wird Mick Davis

Firmenchef des neuen Rohstoffriesen soll Xstrata-CEO Mick Davis werden und Glencore-Chef Ivan Glasenberg soll Präsident und stellvertretender CEO werden. Ob die Konstellation jedoch auf längere Sicht auch so bleibt? Zweifel sind angebracht.

Lausiger Aufschlag für Xstrata-Aktionäre

Mit einem Aufschlag für die Übernahme von nur rund 15% liegt die aktuell vereinbarte Prämie deutlich unter den in der Branche üblichen 20 bis 30% und trifft  Xstratas Wert ganz und gar nicht. Zu erwarten wäre eher ein darüber liegender Aufschlag.

Und es gibt sie: die ersten Gegenstimmen

Zwei Grossaktionäre beabsichtigen gegen den empfohlenen Merger of Equals zu stimmen.

Standard Life Investments, der viertgrösste Xstrata-Aktionär, hat als erstes verlauten lassen, dass er gegen die geplante Fusion stimmen wird. Standard Lifes Aktienchef David Cumming sieht zwar in der Fusion einige Vorteile, aber im Übernahmeverhältnis eine klare Unterbewertung von Xstrata.

Dem pflichtet Schroders voll und ganz bei, ebenfalls einer der grossen unabhängigen Xstrata-Aktionäre. „Ein fabelhafter Deal für Glencore und vielleicht auch ein guter Deal für das Xstrata-Management. Doch ein kläglicher Deal für die unabhängigen Xstrata-Aktionäre“ – so Richard Buxton, Schroders Aktienchef.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Die im Beitrag erwähnte Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.

 

Veröffentlicht von

die Börsenfrau

Als Initiatorin des Projekts möchte ich mich vorstellen: Mein Name ist Gertraud Pourheidari. Von Beruf bin ich Übersetzerin. Mit Aktien hatte ich zunächst wenig zu tun. Nur im Alter von 18 Jahren streifte mich das Thema kurzzeitig; doch leider ließ ich es mir viel zu leicht ausreden, denn schließlich war das damals "für Frauen kein Beschäftigungsfeld". 1996 kaufte ich meine ersten Aktien. Ich erlebte die Euphorie während der Technologiehausse und den anschließenden tiefen Absturz des Neuen Marktes - Schlüsselerlebnisse, die Fragen und Nachforschungen nach sich zogen. So tauchte ich tiefer in die faszinierende Welt der Kapitalanlage ein. Heute berate ich das Rohstoff-Strategiedepot des Stuttgarter 0711-Aktienclubs , erstelle Unternehmensanalysen und konzipiere Börsenpublikationen zum Thema Kapitalanlage für Die Aktien-Analyse und Strategisches Investieren. Das Handwerkszeug habe ich mir in Seminaren, amerikanischen Online-Workshops und autodidaktisch angeeignet. In der Unternehmensanalyse erhielt ich meine praktische Ausbildung von Gelfarth & Dröge Research, Hattingen. Journalistische und publizistische Kenntnisse erwarb ich über die Zusammenarbeit mit dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn. Gertraud Pourheidari

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