Branchen

Vergleichen Sie einzelne Gesellschaften innerhalb einer Branche bzw. Industriezweigs miteinander. Wie sieht der Branchentrend aus? Im aktuellen Wirtschaftszyklus werden beispielsweise Rohstoffe gebraucht.

Rohstoffe und Rohstoff Aktien

Mit dem Eintritt in das dritte Jahrtausend unserer Zeitrechnung wechselte auch der Rohstoffsektor seine Richtung. Im Wirtschaftszyklus befinden sich die Rohstoffe seither im Aufwärtstrend: eine vollkommen natürliche Entwicklung nach der vorangegangenen 20- bzw. 25-jährigen Baisse der einzelnen Rohstoffe, also ab Mitte der 70iger Jahre bis 2000. Nun sind Rohstoffzyklen immer besonders lang. Und so können wir davon ausgehen, dass auch dieser Zyklus noch eine Weile anhält, trotz eines bereits sieben Jahre dauernden Aufwärtstrends.

Rohstoffanlage - Vermögen streuen

Zur Streuung des Vermögens ist es sinnvoll, in verschiedene Anlageklassen zu investieren. Rohstoffe und Rohstoffaktien führen ein Eigenleben. Sie entwickeln sich meistens gegenläufig zu Industrieaktien. Allerdings kann man zurzeit einen Gleichlauf sämtlicher Anlageklassen beobachten. Dieser Gleichlauf scheint die Theorie einer Vermögensblase zu bestätigen (Newsletter April 2007) .
D.h. dass das gewaltige weltweite Geldmengenwachstum gegenwärtig in fast allen Vermögensklassen wirkt. Sachwerte, wie Rohstoffe oder Qualitätsaktien, bieten gegen den Kaufkraftverlust eine gewisse Absicherung für Ihr Portfolio.

Rohstoffanlage - Trend nutzen

Einzig durch gesunde Konsolidierungen wurde der Aufwärtstrend der Rohstoffe und Rohstoffaktien in den vergangenen Jahren und Monaten unterbrochen. Die Preise explodierten - vor allem bei den Industriemetallen. Eine der Ursachen ist die unersättliche Nachfrage nach Rohstoffen durch Chinas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht, die rasante Nachfrage aus den aufstrebenden Schwellenländern und ganz allgemein durch das Wachstum der Weltwirtschaft. Dieser Trend bietet sich also geradezu an, das Vermögen zu vermehren.

Zwei Aspekte zementieren die Rohstoff-Hausse

Erster Aspekt: Knappes Angebot an Rohstoffen

Der großen Nachfrage steht ein zu geringes Angebot gegenüber. Jahrelang lohnte es sich nicht, Rohstoffe, wie Kupfer, Gold, Silber, und ähnliches abzubauen. Die Preise waren im Keller. Ab Mitte der siebziger Jahre fand ein fast 70-prozentiger Preisverfall statt. Die Rohstoffpreise, die Kosten der Infrastruktur zur Gewinnung von Rohstoffen, die Intensität der Exploration und neue technologische Entwicklungen wurden zurückgestellt, weil die Gewinne zu niedrig und die Kosten zu hoch waren.

Von 1991 - 2000 lagen die Kapitalrenditen der Rohstoff-Unternehmen im S&P 500 unter 10%, während der S&P - ohne Finanzsektor - durchschnittlich mit 13% rentierte. Wegen der langen Anlaufzeit von mehreren Jahren, die für die Errichtung einer Infrastruktur und den Aufbau der Produktionskapazität einer Mine notwendig ist, hat das Angebot mit der globalen Nachfrage nicht Schritt halten können.

Erst mit dem Preisaufschwung an den Rohstoffmärkten verbesserte sich die finanzielle Lage für die Konzerne. Sie begannen nun vermehrt, ihre alten Anlagen zu erneuern. Sie öffnen alte Minen und suchen nach neuen Fundstätten. Doch bis zur Erschließung und Inbetriebnahme einer neuen Abbaustätte vergehen Jahre. Das ist auch der Grund dafür, dass ein Rohstoffzyklus sehr lange dauert. Doch auch heute wird noch zu wenig investiert. Für manche Industrien sind die Preise noch immer zu gering, um hohe Investitionen zu leisten. Man versucht deshalb, mit Übernahmen Marktanteile zu ergattern.
Für Sie als Anlegerin eine lukrative Anlagemöglichkeit!

Zweiter Aspekt: Das monetäre System.
Inflationsmesser

Rohstoffe und Edelmetalle sind ein Gradmesser für Inflation, denn sie gleichen über kurz oder lang Ungleichgewichte aus. Ein wichtiger Grund für eine Anlage in Gold ist gerade dessen konstant bleibende Kaufkraft. Das heißt nicht, dass der Goldpreis sich gleichmäßig in eine Richtung entwickelt. Vielmehr schwankt er - übertreibt einmal nach oben und ein anderes Mal nach unten. Der Wert des Rohstoffes bleibt trotzdem annähernd gleich. Was sich ändert ist der Zahlenwert des Geldes.

Allgemein formuliert: Der ökonomische Wert des Rohstoffs drückt sich in Geld aus. Wenn sich der Wert des Geldes vermindert, mit dem wir diesen Rohstoff kaufen, muss sich logischerweise der Kaufpreis des Rohstoffs in diesem Geldwert erhöhen, wenn gleichzeitig der ökonomische Wert des Rohstoffs unverändert bleibt.

So hat also der Dollar in den letzten Jahren immer stärker abgewertet, doch der Wert der Rohstoffe ist im Grunde gleich geblieben. Eine Tonne Kupfer hat heute noch genau den gleichen Nutzen und Wert wie vor einigen Jahren als der Abwärtstrend des Dollars begann. Folglich steigt der Kupferpreis in Dollar, denn der Dollar ist im Wert gesunken.

Dieser monetäre Aspekt ist eine wichtige strategische Überlegung für Ihre Kapitalanlage.