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Andreas Rühl

Andreas Rühl ist geschäftsführender Gesellschafter der IFL® Rühl GmbH und Vorstand der LIGNUM Edelholz Investitionen AG. Die IFL® Rühl GmbH ist auf Holz- bzw. Waldinvestments fokussiert und hierzu Ansprechpartner für Privatpersonen, Familien, Stiftungen und Kirchen. Sie unterstützt sowohl private wie auch institutionelle Investoren bei der Konzeption und Abwicklung von Holz-Investments.

Bis 2007 war der Geschäftsgegenstand des 1992 gegründeten Unternehmens die Anlageberatung und Vermögensverwaltung. Im Herbst 2007 wurde eine strategische Neuausrichtung der Gesellschaft beschlossen und das bisherige Geschäft der Vermögensberatung und —verwaltung in die PEH Wertpapier AG eingebracht.

Bereits im Jahr 2003 begann der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Rühl mit der Suche nach einer Diversifikationsmöglichkeit der Kundenvermögen in die Anlageklasse Edelholz. Aus der intensiven Recherche ging eine Kooperation mit der LIGNUM Edelholz Investitionen AG hervor, bei der er zur Kontrolle der internen Finanzströme und prospektierten Sicherstellungen zunächst im Aufsichtsrat mitwirkte. Seit dem 1. März 2005 übt Andreas Rühl eine Vorstandstätigkeit für die AG aus.

Kolumne: Finanzsysteme sind sehr dehnfähig

Im Sommer 2001 haben wir das erste Mal die Empfehlung publiziert in den Goldminenfonds MLIIF - World Gold Fund (damals noch mit der Bezeichnung MST World Gold & Mining) zu investieren. Unsere Mandanten erwarben den Fonds zu Kursen um 7 USD pro Anteil (heute 50,44 USD pro Anteil). Unser langfristiges Weltbild in Sachen Finanzsystem hat uns ein Jahr später dazu bewogen, den Handel mit physischem Gold und Silber aufzunehmen und mit einer Gewichtung von 5 Prozent auf die Empfehlungsliste zu setzen.

An den Hintergründen in physisches Edelmetall zu investieren hat sich, trotz des starken, bereits sechs Jahre anhaltenden Preisanstiegs, nichts geändert. Zielstellung war und ist es, die Dinge des alltäglichen Lebens mit einer akzeptierten Währungseinheit kaufen zu können, wenn unser alterndes Finanzsystem "über den Jordan" geht und es einige Zeit braucht, bis es durch ein neues ersetzt wird. Wer die Gründe noch mal auffrischen bzw. nachlesen möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf das 2003 veröffentlichte Kapitel: "Warum physisches Gold?"

Die einschlägigen Foren und Internetseiten preisen die Investition in Edelmetalle - quasi als einzige Lösung - an und stellen den Kollaps des heutigen Finanzsystems einem globalen Weltuntergang gleich. Hier möchten wir für die Optimisten gerne eine "Lanze brechen".

Ein kollabierendes Finanzsystem bedeutet nicht das Ende der Welt

Vorab: "Lanze brechen" und optimistisch sein heißt nicht, dass ich nicht an den Zusammenbruch der westlichen Finanzsysteme glaube, im Gegenteil, ich bin fest davon überzeugt, dass sie kollabieren werden. Dazu gibt es an sich nur zwei Feststellungen:

  • Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann die Staaten Bankrott gehen?
  • Die zweite Frage, wie wird es passieren und gelöst?

Realistisch betrachtet sind beide Fragen schwierig zu beantworten. Über das wann, kann man lange diskutieren ohne eine Einigung zu finden. Bereits in der letzten Hochphase der Inflation, in den 1970-igern, gab es ausreichend Anhänger des nahenden Kollaps - dies ist jetzt 30 Jahre her. Unstrittig ist, dass die letzten Monate viele Puzzle-Teilchen aufgedeckt hat, die uns dem "kollabierenden Weltbild" ein ganzes Stückchen näher gebracht haben. Solange es den Notenbanken jedoch gelingt, den Massen das Vertrauen in unser Papiersystem zu erhalten, kann die Dehnfähigkeit der Finanzsysteme noch ganz schön lange anhalten.

Deshalb geht die zweite Frage eher in die richtige Richtung. Nicht "Schwarzmalerei", sondern das Bewusstsein, dass jedes kollabierende System in ein neues mündet und es danach normal weiter geht, gilt es bewusst zu machen. Lassen wir hierzu die Praxis Revue passieren: In Deutschland finden sich Millionen von Menschen, die von Eltern oder Großeltern erzählen können, die kollabierende Finanzsysteme sogar zweimal erlebt haben und trotzdem sehr alt geworden sind. Vom Ende der Welt also keine Spur!

Die Inflationslösung zwingt zu Sachwertinvestitionen

Die Geschichte hat uns gelehrt, wie Verschuldungsexzesse gelöst werden. Zu guter Letzt ist es die Gelddruckmaschine, die Erhöhung der Geldmenge, das Anschieben der Inflation, womit die Geldwertanlagen der anderen Seite (da wo Schulden sind, muss es auch entsprechende Vermögen geben), nämlich die der Sparer real entwertet werden. Dies betrifft Sparguthaben, Festgelder, Festzinsanleihen, kapitalbildende Lebensversicherungen und die Renten und Pension.

Bereits mit einer Inflationsrate von 3 Prozent würde Deutschland bei der aktuellen Staatsverschuldung eine automatische, weil inflationsbedingte Staatsentschuldung von 45 Milliarden Euro im Jahr erzielen. Beeindruckend - nicht wahr!?

Dieses kleine Zahlenbeispiel macht die Notwendigkeiten für Ihr Vermögen deutlich: Es braucht Sachwerte! Anlagen, die sich der Schwindsucht der Kaufkraft des Geldes entziehen können. Anlagen in funktionelle Werte, Anlagen, die heute und auch in Zukunft einen Nutzen darstellen und dadurch Ihre Kaufkraft erhalten können. Auf den Punkt gebracht:

Sie benötigen Anlagen, die Ihnen Erträge generieren, wenn dieses alternde Finanzsystem noch viel länger hält, als es uns der Blick auf die eine oder andere Staatsverschuldung oder Berichte in den einschlägigen Foren und Internetseiten glauben lässt. Und gleichzeitig auch Anlagen sind, mit denen wir unsere heute gebunkerte Kaufkraft in ein neues Finanzsystem übertragen können - wenn es denn dann kommt.

Also eine Streuung in die selbstgenutzte Immobilie, Gewerbeimmobilien mit Unternehmen - die Produkte mit Nutzwert schaffen als Mieter, Aktien solcher Unternehmen, Edelmetalle sowie Edelholz.

Edelholz - das "grüne Gold"

"Edelholz?" werden Sie sich nun vielleicht fragen? Ja! Wir haben in der Vermögensverwaltung schon 2002 begonnen, für unsere Mandanten nach einer Diversifikationsmöglichkeit in die Anlageklasse Holz zu suchen. Edelholz als das Premium-Segment innerhalb der Holz-Welt hat besondere Vorzüge und bietet ansprechende Renditeperspektiven, die zwischen 10 und 14 Prozent pro Jahr liegen. Diese hohen Renditen ergeben sich aus dem Tatbestand, dass sich hier Ihre Rendite aus dem Holzertrag und dem langfristig steigenden Preistrend für Qualitäts-Edelhölzer ergibt. Edelhölzer sind knapp. Inzwischen werden natürliche Bestände wirkungsvoll überwacht und der kommerzielle Anbau, der nur in bestimmten Regionen der Welt überhaupt möglich ist, recht klein. Daher kann hier durchaus von "grünem Gold" gesprochen werden.

Einmalig: der naturgegebene Zins und Zinseszins

Ein Investment in Edelholz hat einen besonderen Vorteil: jährlich wächst ihre Anlage, in jedem Jahr kommt ein neuer Baumring dazu - ein natürlicher Zinseszins! Ihre "Währung" - die Biomasse Edelholz - nimmt jedes Jahr zu und zwar unabhängig von den Kapitalmarktbewegungen. Damit stellt das Investment in Edelholz einen optimalen Baustein für die Portfoliodiversifikation dar. In einer kleinen - aber viel beachteten - Edelholz-Studie hatten wir das erste Mal den naturgegebenen Zinseszins mit dem Querschnitt eines Baumstamms und der separaten Darstellung der einzelnen Jahresringe symbolisiert.

Nachfolgend sehen Sie den naturgegebenen Zinseszins in natura. Die Fotos zeigen Robinienpflanzungen in Bulgarien. Das erste Foto ist aus dem Jahr 2004, das letzte erst vor wenigen Wochen aufgenommen worden. [Anm.: Abbildungen in PDF Kolumne]

Der knappe Rohstoff Edelholz ist eindeutig den Sachwerten zu zuordnen, die einen hohen Nutzwert ausweisen.

Dies gilt heute, morgen und übermorgen - also im heutigen, wie auch in einem neuen Finanzsystem.

Die Investition in Edelholz ermöglicht Ihnen dauerhaft Ihre Kaufkraft zu mehren. Investieren Sie Teile Ihres Vermögens in den Sachwert "grünes Gold" und lassen Sie den "naturgegebenen Zinseszins" für sich arbeiten.

Ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie in dem vor kurzem im FinanzBuch Verlag erschienenen Buch: "Investieren in Edelhölzer" mit dem Untertitel: Die Königsklasse der Rohstoffe.

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