Am Montag gab BHP Billiton die vorläufigen Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2007/08 (GJ-Ende Juni 2008) bekannt. Zum siebten Mal in Folge fuhr nun der Minengigant einen Rekordgewinn ein. Der den Aktionären anrechenbare Gewinn ohne Sondereffekte stieg um 12,4% auf 15,4 Mrd US$ (VJ: 13,4 Mrd). Der Gewinn je Aktie (ohne Sondereffekte) profitierte zusätzlich vom Aktienrückkauf, und zwar mit einem Anstieg um 17,5%.
Exzellente EBIT-Marge von 47,5%
Trotz massiven Kostendrucks konnte der Konzern das Underlying EBIT um 21% auf 24,3 Mrd US$ steigern. Druck verursachten vor allem die Ausgaben für Personal, Treibstoff und Exploration. Allein rund 575 Mio US$ resultierten aus den höheren Treibstoff- und Energiekosten sowie teuren Rohmaterialien. Dennoch erzielte das Unternehmen eine erstaunliche EBIT-Marge von 47,5%.
Nachfrage höher als Angebot
Die weltweite Nachfrage nach Rohmaterialien hat sich indessen noch keinesfalls beruhigt. Im Gegenteil: Der Konzern steht weiterhin unter Druck, die hohe Nachfrage zu erfüllen. Laut BHP Billiton sind genügend Rohstoffe vorhanden, um den weltweiten Appetit zu sättigen. Doch schafft es die Bergbauindustrie nicht so rasch, das erforderliche Angebot zur Verfügung zu stellen.
Negative Währungseinflüsse
Negativ wirkten sich die Wechselkurse aus: So mussten die Ausgaben im stärkeren Australischen Dollar bezahlt werden und die Einnahmen erfolgten im schwächeren US-Dollar.
Hoher operativer Nettocashflow
Der operative Nettocashflow nach Zinsen und Steuern stieg um 13,8% auf rund 18,2 Mio US$. Die Investitionskosten in Sachanlagen und für Exploration legten um 8,9 Mio US$ zu. Der Verschuldungsgrad reduzierte sich auf 17,8% (VJ: 25%).
Ausblick auf das nächste Jahr
BHP Billiton geht davon aus, dass trotz der strukturellen Schwäche der entwickelten Länder die starke Industrialisierung in China die globale Wirtschaft weiterhin stützt. Kurzfristig erwartet der Rohstoffproduzent weltweit eine Konjunkturabschwächung, auch in den Ökonomien der Schwellenländer. Doch langfristig rechnet BHP Billiton mit einem robusten Wirtschaftswachstum. Denn: die Industrialisierung der Schwellenländer ist nicht mehr aufzuhalten.
Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Die im Beitrag erwähnte Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von der Börsenfrau gehalten.